Regulatives CO₂

Stand Juni 2018

Letztes Jahr hat das Parlament das Klimaabkommen von Paris genehmigt. Nun erfolgt die Umsetzung auf politischer Ebene. Das Kernstück dazu ist das CO₂-Gesetz. In ihren ersten Entscheiden bestätigt die Umweltkommission des Nationalrats die grossen Linien des Bundesrats. Sie unterstützt das Ziel, bis 2030 die Treibhausgasemissionen der Schweiz um 50 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Vorschläge, das Reduktionsziel auf 60 Prozent zu erhöhen beziehungsweise auf 40 Prozent zu beschränken, lehnte die Kommission ab.

Stark umstritten ist der Vorschlag des Bundesrats, mindestens 30 Prozent der CO₂-Emissionen in der Schweiz zu kompensieren. Nur mit einer Stimme Unterschied (13 zu 12) sprach sich die Kommission dafür aus, überhaupt eine Inlandquote ins Gesetz aufzunehmen.

Weitere strittige Punkte im Gesetz wie die CO₂-Abgabe und das Gebäudeprogramm wird die Kommission erst in den kommenden Wochen beraten.

Newsletter-Beitrag vom Dezember 2017

Schweiz:

  • Hersteller und Importeure von Personenwagen sind verpflichtet, den durchschnittlichen CO₂-Austoss der in der Schweiz in Verkehr gebrachten Fahrzeuge kontinuierlich zu senken. Der Absenkpfad wird gemäss Artikel 28 resp. Anh. 5 der CO₂-Verordnung berechnet. (Änderung vom 16.05.2017)

 

  • In untenstehender Grafik werden die Summen aller Emissions­vermin­derungen, welche in den Projekt- und Programm­beschrei­bungen der Gesuchsteller bis 2020 erwarteten werden sowie die ausgestellten Bescheinigungen in tCO₂e pro Jahr dargestellt. Diese zeigt klar auf, dass die Kompensationen von CO₂ Jahr für Jahr deutlich zunehmen. (Link)

 

Europa:

  • Die EU-Kommission hat schärfere CO₂-Grenzwerte für Autos beschlossen. Neue Fahrzeuge sollen im Jahr 2030 im Schnitt 30 Prozent weniger CO₂ produzieren als 2021. Hersteller, die die Grenzwerte nicht einhalten, sollen 95 Euro für jedes zusätzliche Gramm CO₂ zahlen müssen. Dies korrespondiert mit den Gesetzesänderungen der Schweiz. Es zeigt aber hier deutlich auf, dass sich der Ton verschärft.

  • Die EU arbeitet zudem mit grossem Eifer daran, die Ziele des Pariser Klimaabkommens umzusetzen. Angesetzt wird dabei in den Bereichen Transport, Landwirtschaft und Gebäuden. (Link)

 

UNO:

  • Die Konzentration von Kohlendioxid (CO₂) in der Atmosphäre hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert erreicht. Noch nie sei dieser Wert so schnell angestiegen wie 2016, erklärte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Im weltweiten Durchschnitt lag sie demnach bei 403,3 ppm (Teilchen pro eine Million Teilchen), nach 400 ppm im Jahr 2015. (Link)

Machen Sie den ersten Schritt.

Stiftung KMU Clima

T: +41 (0)52 202 84 71

F: +41 (0)52 202 84 72

E: info@kmuclima.org

© 2019 by Stiftung KMU Clima